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ForBild

Forensische Bilderkennung

Im Rahmen der forensischen Untersuchung von Datenbeständen wird unter anderem nach illegalem Bildmaterial gesucht. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Kinderpornographie. Die Identifizierung kann dabei bisher entweder auf Sichtung oder auf kryptographischen Hashverfahren beruhen, welche den Hashwert eines Bildes berechnen und diesem mit in einer Datenbank gespeicherten Hashwerten vergleichen. Bei kryptographischen Hashverfahren besteht aber immer das Risiko eines Nicht-Identifizierens von entsprechendem Material. Dies ist immer dann der Fall, wenn Dateien nicht identisch kopiert werden, sondern beispielsweise Formatwandlungen unterlaufen.

Im Rahmen von ForBild sollen sogenannte robuste Hashverfahren auf ihre Eignung hin zum automatischen Erkennen von Bildmaterial in forensischen Untersuchungen geprüft werden. Diese Hashverfahren haben im Gegensatz zu den derzeit etablierten Lösungen wie Perkeo oder EnCase die Eigenschaft, Bilder auch nach einer Formatwandlung oder ähnlichen leichten Veränderungen erkennen zu können, gleichzeitig aber nicht auf andere, nur ähnlich aussehende Bilder zu reagieren. Sie vereinen also die Prinzipien der kryptographischen Hashverfahren mit der Robustheit gegen übliche Transformationen.

Eine entsprechende integrierte Lösung zur Unterstützung der Polizeiarbeit kann die Möglichkeiten bestehenden Anwendungen stark erweitern, der Markt liegt demensprechend bei allen nationalen und internationalen Behörden, die sich mit dem Verfolgen illegalem Bildmaterials beschäftigen. Die Lösung wird mit LSK als Konsortialführer und langjährigem Lieferanten der Polizei für Erfassungssysteme optischer Speicher und den Forschungspartnern Fraunhofer SIT und TU Darmstadt entwickelt. Es werden sowohl robuste Hashverfahren für den Einsatz optimiert und integriert, als auch der Vorgang der Beweissicherung abgesichert und der Aspekt des Datenschutzes bei der Bilderfassung mit einer innovativen technischen Lösung betrachtet.

Partner

  • LSK Data Systems GmbH
  • Technische Universität Darmstadt

Loewe - Exzellente Forschung für Hessens Zukunft

Dieses Projekt (HA-Projekt-Nr.: 243/10-19) wird im Rahmen von Hessen ModellProjekte gefördert aus Mitteln der LOEWE - Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz, Förderlinie 3: KMU-Verbundvorhaben.

Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Martin Steinebach

Telefon+49 6151 869-349
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Platz 2 beim Deutschen IT-
Sicherheitspreis 2012