EduMiDa

Erfolg durch Mitarbeiterdatenschutz

In einer Zeit, in der der „Leerlauf“ von Mitarbeitenden finanziell kaum noch tragbar ist, ist eine agile Ressourcenplanung, die auf Echtzeiterhebungen von potenziell sensiblen Attributen – beispielsweise den Standortdaten der Mitarbeitenden – beruht, in vielen Branchen von hohem wirtschaftlichem Interesse für Unternehmen. Auf der anderen Seite ist Datenschutz ein hohes Gut, das unmittelbar den Schutz von Menschen sicherstellt. Während der Schutz von Kundendaten häufig thematisiert wird, findet der ebenso wichtige Schutz von Mitarbeiterdaten weniger Aufmerksamkeit. EduMiDa füllt diese Lücke.

Herausforderungen und Ziele

Das Projekt EduMiDa will durch die Entwicklung automatisiert verifizierbarer Metriken für den Mitarbeiterdatenschutz ermöglichen, dass die Umsetzung des Mitarbeiterdatenschutzes für die Mitarbeitenden kontrollierbar wird und Betriebsräte sowie betriebliche Datenschutzbeauftragte bei ihren Mitwirkungs- & Kontrollpflichten unterstützt werden. EduMiDa untersucht darüber hinaus die bisher unerforschten Zusammenhänge der Ökonomie von Maßnahmen im Bereich des Arbeitnehmerdatenschutzes sowie die Bewertung der Angemessenheit von Datenschutzmaßnahmen aus Sicht der Ökonomie und des Rechts, um aufzuzeigen, dass Datenschutz kein Übel, sondern eine Errungenschaft ist, die der ökonomischen Entwicklung des Unternehmens und der persönlichen Entwicklung der Mitarbeitenden förderlich ist und so zu einem Wettbewerbsvorteil werden kann. Eine Auswahl der entwickelten Metriken soll in einem Demonstrator implementiert und in einem realen Anwendungsszenario getestet werden.

Projektpartner

  • Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT (Konsortialführer, Forschungspartner für IT-Sicherheit und Privacy)
  • Institut für Informations-, Gesundheits- und Medizinrecht der Universität Bremen (Forschungspartner für Datenschutzrecht)
  • Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Forschungspartner für Wirtschaftsinformatik)

Förderung und Laufzeit

Das Projekt EduMiDa basierte auf einer Ausschreibung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF. Das Projekt wird im Zeitraum von 2021 bis 2023 durchgeführt. Die Fördersumme beträgt 1,56 Millionen Euro.