09.02.2012

Fraunhofer-SmartCard-Preis geht an Dr. Walter Fumy

Intelligente Chipkarten müssen sicher sein, da hier meist sensible Daten gespeichert und übertragen werden. Dr. Walter Fumy hat auf dem Gebiet der IT-Sicherheit und an der Entwicklung von Sicherheitsstandards viele Jahrzehnte geforscht und gearbeitet. Für seine Verdienste im Bereich Sicherheit für intelligente Karten wird er mit dem Fraunhofer-SmartCard-Preis 2012 ausgezeichnet. Übergeben wurde ihm der Preis am Mittwochabend beim Fraunhofe-SmartCard-Workshop in Darmstadt.

Die bekannteste Standardisierung, die Dr. Walter Fumy vorangetrieben hat, ist wohl die ISO-Normenreihe 2700x über Informationssicherheits-Management-Systeme. Nach diesen Richtlinien lassen sich viele Unternehmen und Behörden zertifizieren. Ein wichtiges Prüfsystem, an dem er mitgewirkt hat, sind die Common Criteria, nach denen etwa Chips im Bereich Telekommunikation, Payment und elektronische Ausweise weltweit auf ihre Sicherheit hin geprüft werden.

„Chipkarten sind unbestritten das Sicherheitstoken in IT-Infrastrukturen“, heißt es in der Begründung der Jury. „Security ist deshalb mit die wichtigste Säule, auf denen Smartcard-Architekturen aufbauen.“ Als Vorsitzender des ISO-Normungskomitees „IT Security Techniques“ arbeitet Dr. Walter Fumy an der Normierung von Sicherheitsprotokollen. Diese Position hat er schon ungewöhnlich lange inne, seit 1997. „Ein enormer Vertrauens- und Kompetenzbeweis“, heißt es aus der Jurybegründung.

Dr. Walter Fumy studierte in Erlangen Informatik und promovierte dort auch. Er kam 1986 zu Siemens und arbeitete dort zum Thema IT-Sicherheit in unterschiedlichen Bereichen. Heute ist Fumy Chief Scientist bei der Bundesdruckerei. Er ist Autor zahlreicher Artikel und Herausgeber mehrerer Bücher.

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