SEIS

Sicherheit in Eingebetten IP-basierten Systemen

Für die meisten Auto-Innovationen ist die Elektronik verantwortlich. In modernen Fahrzeugen stecken heute bis zu 70 elektronische Steuergeräte, die miteinander Daten austauschen. Leider sprechen diese eingebetteten Systeme aber eine andere Sprache als der Rest der Fahrzeugkomponenten - das bremst Neu-Entwicklungen. Die Automobil-Industrie möchte deshalb, dass sich die Elektronikbauteile in Zukunft mittels Internet-Protokoll (IP) verständigen. Doch was, wenn die Kommunikation während der Fahrt versagt oder Hacker versuchen, die Bordelektronik zu manipulieren?

Sicherheit in Eingebetten IP-basierten Systemen

Im Forschungsprojekt „SEIS – Sicherheit in Eingebetteten IP-basierten Systemen“ wird die sichere Verwendung des Internetprotokolls (IP) für die Kommunikation von Steuergeräten im Fahrzeug erforscht. SEIS wurde innerhalb der Innovationsallianz Automobilelektronik (E|ENOVA) initiiert und wird im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung und des Forschungsförderungsprogramms IKT2020 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die meisten Innovationen im Fahrzeug kommen aus dem Bereich der eingebetteten Systeme, den elektronischen Steuergeräten. Ein Oberklassefahrzeug enthält heute bis zu 70 Steuergeräte, die durch bis zu fünf unterschiedliche Vernetzungstechnologien miteinander verbunden sind. Da diese Technologien nicht unmittelbar kompatibel sind, erhöht sich die Komplexität der gesamten Elektronikarchitektur erheblich, was hohen Entwicklungs- und Testaufwand erfordert und Innovationen erschwert.

Das Projekt SEIS setzt genau dort an. Die Projektpartner wollen die Komplexität der Elektronikarchitektur reduzieren, indem sie das Internetprotokoll als gemeinsames Protokoll für die Vernetzung von Steuergeräten im Kraftfahrzeug nutzen. Ein Schwerpunkt ist dabei, eine durchgängige Sicherheitslösung für die Kommunikation dieser Systeme zu erarbeiten. Die Ergebnisse aus diesem Projekt werden für alle Bereiche der Datenvernetzung im Kraftfahrzeug eine wichtige Grundlage schaffen, um die wachsende Komplexität der Gesamtelektronik auch zukünftig effizient beherrschen zu können. Damit gewährleistet die Automobilindustrie weiterhin den hohen Standard bezüglich innovativer Funktionalität, Effizienz, Sicherheit und Zuverlässigkeit.

Die Aufgaben von Fraunhofer SIT umfassen u.a.:

  • Identifikation von Schutzzielen und Sicherheitsanforderungen

  • Konzeption eines ganzheitlichen Sicherheitsmodells

  • Entwicklung von Sicherheitslösungen zur Wahrung der Funktionssicherheit des Fahrzeugs

  • Validierung der entwickelten Lösungen und Entwurf eines Konzepts zum Sicherheitsmanagement

  • Implementierung eines Demonstrators

Ansprechpartner

Dr.-Ing. Kpatcha Mazabalo BayarouAbteilungsleiter Mobile Systems und Mobile Networks

Telefon+49 6151 869-274
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Ansprechpartner

Jan-Peter Stotz

Telefon+49 6151 869-200
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